Windpocken: Wissenswertes und Informationen zum Schutz
30.10.2026
Windpocken (Varizellen) gelten als typische Kinderkrankheit. Doch harmlos sind sie deshalb nicht! Auch Jugendliche und Erwachsene können erkranken und schwere Komplikationen entwickeln.
Was man über Windpocken wissen sollte
- Hohe Ansteckungsgefahr: Windpocken werden durch das Varizella-Zoster-Virus übertragen. Typisch sind Fieber und ein stark juckender Hautausschlag mit roten Flecken und flüssigkeitsgefüllten Bläschen. Ansteckend ist man bereits ein bis zwei Tage vor dem Auftreten des Ausschlags.
- Mögliche Spätfolgen: Nach einer Infektion bleibt das Virus lebenslang im Körper. Jahre später kann es erneut aktiv werden und eine Gürtelrose (Herpes zoster) auslösen.
- Meldepflicht: Windpocken sind nach dem Infektionsschutzgesetz meldepflichtig. So können die Gesundheitsämter das Infektionsgeschehen verfolgen und bei Ausbrüchen reagieren.
- Impfen schützt: Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Windpocken-Impfung für Kinder seit 2004. Die Zahl der Erkrankungen ging bis 2012 um rund 85 Prozent zurück. Empfohlen werden zwei Impfdosen: Die erste Impfung im Alter von 11 bis 14 Monaten, die zweite im Alter von 15 bis 23 Monaten.
Wer sollte besonders aufpassen?
Schwangere ohne Immunschutz, Neugeborene und Menschen mit geschwächtem Immunsystem haben ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe. Auch ungeimpfte Erwachsene sollten ihren Impfstatus prüfen lassen.
Tipp: Überprüfen Sie Ihren Impfpass und lassen Sie sich bei Fragen in Ihrer Arztpraxis beraten. Besonders bei Kinderwunsch oder vor einer immunschwächenden Behandlung ist es wichtig, den Impfschutz rechtzeitig zu klären.
Weitere Informationen bietet das Merkblatt der Stadt Hamburg – „Informationen zu Windpocken„.
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