Tuberkulose: Selten, aber weiterhin relevant
22.07.2026
Tuberkulose (TB) ist eine bakterielle, meldepflichtige Infektionskrankheit, die meist die Lunge betrifft. Auch heute werden in Deutschland jedes Jahr neue Erkrankungen festgestellt. In Hamburg liegt die Zahl der Fälle seit Jahren über dem Bundesdurchschnitt. Deshalb sind Früherkennung und Behandlung besonders wichtig.
Wie wird Tuberkulose übertragen?
Die Erreger werden über die Luft übertragen. Eine Ansteckung erfolgt meist nur bei engem und längerem Kontakt mit einer ansteckenden Person. Händeschütteln oder gemeinsam genutztes Geschirr führen nicht zu einer Infektion.
Welche Symptome treten auf?
Typische Beschwerden sind:
- Husten über mehrere Wochen
- Gewichtsverlust
- Nachtschweiß
- leichtes Fieber
- Müdigkeit
Da die Symptome oft schleichend beginnen, wird Tuberkulose manchmal erst spät erkannt.
Warum gibt es in Hamburg mehr Fälle als in anderen Großstädten?
Hamburg ist als internationale Großstadt stärker betroffen als viele andere Regionen. Zudem haben Menschen in schwierigen Lebenslagen – etwa ohne festen Wohnsitz oder mit Suchterkrankungen – häufig einen erschwerten Zugang zur medizinischen Versorgung. Dadurch wird die Erkrankung teilweise erst spät erkannt. Deshalb arbeiten Gesundheitsamt, Ärztinnen und Ärzte sowie soziale Einrichtungen eng zusammen.
An wen kann ich mich wenden?
→ Hausärztin oder Hausarzt
Bei Husten über mehrere Wochen, Fieber, Nachtschweiß oder ungewolltem Gewichtsverlust ist die Hausarztpraxis die erste Anlaufstelle.
→ Lungenfachärztin oder Lungenfacharzt (Pneumologie)
Sie übernehmen bei Verdacht auf Tuberkulose die weiterführende Diagnostik und Behandlung.
→ Tuberkulose-Bekämpfungsstelle Hamburg
Die zentrale Anlaufstelle des Gesundheitsamts berät Betroffene und Kontaktpersonen, führt Untersuchungen durch und begleitet Patientinnen und Patienten während der Behandlung.
Webseite der Tuberkulose-Bekämpfungsstelle Hamburg
Zurück zur > News-Übersicht